Aiti Liguria

A.I.T.I. Ass. Italiana Traduttori e Interpreti

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KONFERENZREIHE ZUM THEMA

UNSICHTBARE BRÜCKEN: GESPRÄCHE ÜBER DIE ÜBERSETZUNG

ORGANISIERT VON AITI - LIGURIEN

IM RAHMEN DER VERANSTALTUNGEN “GENOVA 2004”

 

 

18. Juni – 17,00 Uhr          Berio-Bibliothek

Übersetzung und Interpretation, eine diachrone Auffassung:

Jeder Text ist das Ergebnis seiner Zeit.

Frau Prof. Muschietti Delfina:

Ausserordentliche Professorin für Literaturtheorie und –analyse an

der Universität Buenos Aires, zur Zeit in Italien mit einer Forschung über Amelia Rossetti.

 

 

2. Juli - 17,00 Uhr          Berio-Bibliothek

Worttreue, Entsprechung und Qualität: Wie? Wem? Für wen und weswegen?:

Die meist erörterten Fragen und Begriffe in der Geschichte des Dolmetschens und Übersetzens.

Frau Prof. Laura Salmon:

Ausserordentliche bestätigte Professorin für Übersetzungstheorie und –technik

an der Fakultät für Fremdsprachen und Auslandsliteratur der Universität Genua.

 

 

24. September - 17,00 Uhr          Berio-Bibliothek

Worte, Texte, Personen und Kulturen interpretieren und übersetzen:

Eine integrierte Übersicht zur Verbindung der verschiedenen Übersetzungsansätze – des funktionellen,

kommunikativen, kognitiven, wortgebundenen, hermeneutischen.

Frau Prof. Giuliana Garzone:

Ausserordentliche Professorin für die englische Sprache und Übersetzung an der Universität Mailand.

 

 

22. Oktober – 17,00 Uhr          Berio-Bibliothek

Die Rolle / (Un)sichtbarkeit des Übersetzers und Dolmetschers (in der Geschichte)

Prof. Chris Rundle:

Forscher für die englische Sprache und Übersetzung an der

Hochschule für Übersetzer und Dolmetscher von Forlì (Universität Bologna).

 

 


 

Giuliana Garzone ist zur Zeit ausserordentliche Professorin für die englische Sprache und Übersetzung an der Universität Mailand. Vorher hatte sie die gleiche Stellung an der Hochschule für Dolmetscher und Übersetzer von Forlì inne. Ihre Hauptinteressen in Forschung und Publikation gelten den folgenden Gebieten: das Studium besonderer Ausdrucksweisen – die Rechts- und Betriebswirtschaftssprache unter besonderer Berücksichtigung der textgebundenen und pragmatischen Aspekte; im übersetzungswissenschaftlichen Bereich versucht sie mit ihrer Forschungslinie, einen funktionalistisch-deskriptivistischen Übersetzungsansatz einzuführen.

Zur Zeit koordiniert sie den Mailänder Arbeitskreis innerhalb des Nationalprojekts COFIN “Interkulturalität und Gespräch in der englischen Fachsprache“ und betreut die Reihe “Sprache, Übersetzung, Didaktik” beim Verlag Franco Angeli aus Mailand.

 

 

Delfina Muschietti ist Argentinierin, ausserordentliche Professorin für Literaturtheorie und –analyse an der Universität Buenos Aires und Direktorin des Forschungsprogramms “Dichtung und Übersetzung” an derselben Universität. Ebenso ist sie Übersetzerin und Essayistin, hat verschiedene Gedichtbände veröffentlicht und unter anderem Pier Paolo Pasolini, Sylvia Plath und Giuseppe Ungaretti übersetzt. Sie hat zahlreiche Preise und Anerkennungen erworben, unter anderem den Poesiepreis der Simon Guggenheim Foundation Fellowship von New York. Zur Zeit hält sie sich in Italien mit einer Forschung über Amelia Rossetti auf, die wie sie eine Dichterin ist, die ihre eigenen Werke in andere Sprachen übersetzt.

  

Chris Rundle hat in Translation Studies an der Universität Warwick promoviert und ist bestätigter Forscher für die englische Sprache und Übersetzung an der Hochschule für Übersetzer und Dolmetscher von Forlì. Seine Forschungslinien und Publikationen drehen sich um die Zensuraspekte in der Übersetzung, insbesondere um die Zensur im faschistischen Italien. Darüber hinaus befasst er sich mit der Didaktik und Software-Erstellung im Bereich der multimedialen Übersetzung.

 

Laura Salmon hat in Slawistik promoviert und ist Literaturübersetzerin und Professorin für “Theorie und Technik der Übersetzung” an der Fakultät für Fremdsprachen und Auslandsliteratur der Universität Genua. Sie hat in Italien und im Ausland zahlreiche Essays und Artikel im literarischen, semiotischen, linguistischen und übersetzungswissenschaftlichen Bereich veröffentlicht. Ihr jüngstes Buch „Theorie der Übersetzung: Geschichte, Wissenschaft, Beruf“ ist bei Vallardi erschienen (2003). Sie ist Autorin zahlreicher literarischer Übersetzungen aus dem Russischen (darunter Tolstoj, Dostoevskij, Turgenev, Dovlatov, Salamov, Ben-Ami).

 


 

GIULIANA GARZONE

Betrachtungen zur Übersetzungsauffassung in der zeitgenössischen Kultur

Mit ihrem Vortrag stellt sie eine kritische Diskussion über einige Definitionen der in der zeitgenössischen Übersetzungswissenschaft aufgetretenen Übersetzungsauffassung vor und untersucht im Besonderen die funktionalistischen und deskriptivistischen target-language oriented Theorien. Diese Theorien, die fundamentale Elemente des Bruches mit der Vergangenheit und der Tradition enthalten, konnten einige grundsätzliche Widersprüchlichkeiten lösen, die den theoretischen Überlegungen über die Übersetzung seit Jahrhunderten anhafteten, haben allerdings gleichzeitig dazu beigetragen, die Definition selbst von Übersetzung in eine Krise zu stürzen. Zum Abschluss der Diskussion wird ein theoretisches Modell vorgestellt, das Kriterien ausarbeiten soll, die zur Formulierung einer klaren, eindeutigen Definition der Übersetzung verwendet werden können.

 

DELFINA MUSCHIETTI

Verbunden durch ein goldenes Band: Bertolucci, Pasolini, Plath, Rosselli

Diese Autoren, die aus ihrer Muttersprache verbannt, daher melancholisch und vital, Alliierte beim Experiment der Poesie und beim Vertiefen von Träumen und Erfahrungen von Licht und Schatten sind, diese Dichter sind auf besondere Art miteinander verbunden. Sie zu übersetzen stellt eine erleuchtende Herausforderung dar: den Leser nahestmöglich zum schwachen Lebenshauch seiner Bindung mit der Dichtkunst zurückzuführen. Mit malerischem Auge und lebhaftem, melancholischem Rhythmus wählten diese leuchtend klaren oder nächtlich vertieften Autoren eine Sprache „auf der Reise“ als Haus ihrer Träume. Ihr Wort lockt uns zu einer dichten formellen Quantität, die das Gedächtnis der Kultur des zwanzigsten Jahrhunderts erhellt.

 

CHRIS RUNDLE

Das Gift der Einfuhr: Die Übersetzung im faschistischen Italien

Zum Thema des Vortrags steht die Übersetzung in Italien während des Faschismus’, insbesondere in den dreissiger Jahren: die protektionistischen Kampagnen gegen die Übersetzungen in den Zeitschriften, der Beitrag der Übersetzung zur Modernisierung des italienischen Verlagswesens, die Zensur der Übersetzungen, die Haltung des Regimes gegenüber der Übersetzung und die Entwicklung dieser Haltung im Verlauf des Jahrzehnts.

 

LAURA SALMON

Worttreue, Entsprechung und Qualität: Wie? Wem? Für wen und weswegen?

„Die professionelle Übersetzung ist dank einer besonderen Schulung möglich, die die virtuosen Automatismen der Übersetzungsintelligenz entwickelt”. Obwohl sich die wissenschaftlichen Theorien der Übersetzung auf eine universalistische Auffassung des Geistes und der menschlichen Kultur gründen, veranschaulichen sie die Komplexität der Mechanismen und Strategien, die es jedem menschlichen Wesen ermöglichen, jeden beliebigen Begriff in seiner Sprache auszudrücken.


 

 

AITI (Associazione Italiana Traduttori ed Interpreti – Italienischer Verband der Übersetzer und Dolmetscher) wurde 1950 gegründet und ist eine nicht auf Gewinn gerichtete Vereinigung von Berufsübersetzern und –dolmetschern. 1954 gründete sie gemeinsam mit den Verbänden aus Dänemark, Frankreich, Deutschland, Norwegen und der Türkei die FIT (Fédération Internationale des Traducteurs), einen regierungsunabhängigen Organismus der Unesco, der sich heute aus mehr als sechzig nationalen Übersetzerverbänden zusammensetzt. Gemeinsam mit anderen im Gebiet der EU tätigen FIT-Verbänden wurde 1990 der CEATL (Europäischer Rat der Verbände der Literaturübersetzer), der in der EG und dem Europarat vertreten ist, und 1994 das CER (FIT-Regionalzentrum Europa) gegründet. 1991 war AITI der erste Verband in Europa, der sich mit der Qualitätskontrolle in der Übersetzung und der Anwendung der ISO-Norm 9000 befasste.

AITI übt seine Tätigkeit auf internationaler Ebene (Teilnahme an den FIT-Kongressen und Zusammenarbeit mit übernationalen Einrichtungen wie der Europäischen Gemeinschaft und der UNESCO), auf nationaler Ebene (Aufgliederung in Landesverbände, die ein Nationalvorstand und ein Nationalpräsident koordinieren, die Beziehungen zu Ministerien, Kommissionen, anderen Fachverbänden usw. pflegen), und auf regionaler Ebene aus. Die zur Zeit aktiven Landesverbände (Kampanien, Emilia Romagna, Friuli, Latium, Ligurien, Lombardei, Piemont-Aostatal, Sizilien, Toskana, Umbrien und Venetien-Trentino-Südtirol) haben die Aufgabe, verschiedene Dienstleistungen auf Lokalebene zu erbringen. Zur Aufnahme in den Verband, die der zuständige Vorstand des Landesverbands gemeinschaftlich beschliesst, ist ein Antrag mit dem Studientitel und dem dokumentierten beruflichen Werdegang zu stellen, die Übersetzer haben eine Eignungsprüfung abzulegen.

AITI ist Mitglied:

§         der Consulta CNEL (beratende Versammlung) für nicht reglementierte Berufe, gegründet auf Beschluss des Präsidenten des CNEL und eingesetzt am 23. November 1995

§         von Ministerialkommissionen für Übersetzer- und Dolmetscherpreise aus der und in die italienische Sprache für Berufsübersetzer und Verlage (Kultusministerium), für Beiträge an ausländische Verlage (Auswärtiges Amt), die Verbreitung des Buches (Kultus- und Bücherministerium), die von der DGXIII eingesetzte italienische Gruppe (Min. PP. TT.) für das MILS und von einigen Kommissionen für die Gerichtssachverständigen der Landesgerichte.

Im Rahmen seiner Aktivität

§         war AITI in der gemischten Kommission an der Ausarbeitung der UNI-Norm 10574 für die Qualitätsbescheinigung der Unternehmen für Übersetzungs- und Dolmetschdienste beteiligt,

§         hat der Verband Musterverträge für die Geschäftsbeziehungen zu den Auftraggebern erstellt,

§         hat er eine frei zugängliche WEB-Seite mit dem Jahrbuch seiner Mitglieder eingerichtet,

§         veröffentlicht er ein nationales On-line-Nachrichtenblatt,

§         veröffentlicht er die halbjährlich erscheinende Zeitung des Verbandes, “Il Traduttore Nuovo”,

§         veröffentlicht er jährlich ein Verzeichnis der empfohlenen Richtpreise.

Für weitere Auskünfte befragen Sie die Internet-Seite auf der Web-Adresse:


 

A.I.T.I., der Italienische Übersetzer- und Dolmetscherverband, wurde 1950 von Enrico de Montague gegründet, der aus einer antiken englisch-spanischen Familie stammte udn sich in Biella als Lehrer niederliess. Die "Sektion AITI Ligurien" entstand Ende der 70er Jahre dank der Bemühungen und der Zuversicht von Frau Johanna Ingrassia, die bereits seit 1959 Mitglied des Nationalverbandes war und lange Präsidentin der Regionalsektion war. Nach einigen „inoffiziellen“ Jahren ernannte Nationalpräsident Grisi sie 1978 während der “Internationalen Übersetzertage in Genua” ofiziell zur Präsidentin der Sektion Ligurien. Eingangs waren die ligurischen Mitglieder wenige, aber die Sektion entwickelte sich rasch auch dank des Beitrags von Personen wie Marchesa Ferdinanda Galletti di San Cataldo Invrea, Notar Bianchi, die Verlagsübersetzerin Dazzi und der Däne Laniz, um nur einige der Bedeutendsten zu nennen. Aus Ligurien stammten auch einige nationale Vizepräsidenten: Johanna Ingrassia von 1985 bis 1989 und Luisa Quaresimi Mirante von 1989 bis 1992. Der begehrteste Preis des Sektors – der Preis San Gerolamo – wurde in Ligurien Herrn Samuele Morbelli (ehemaliger Mitarbeiter des Übersetzungsbüros von Ansaldo und ehemaliger Nationalpräsident), Herrn Dr. Canzio Vandelli (ehemaliger Mitarbeiter des Übersetzungsbüros von Italimpianti und Autor des "Dizionario Tecnico Italiano/Russo") und Frau Professor Dazzi, einer bekannten Philologin, verliehen. Die ligurischen Mitglieder arbeiten mit den verschiedensten Sprachen: von der albanischen über die griechische, englische, deutsche, finnländische zur arabischen, chinesischen, japanischen, und in allen Fachbereichen, dem technischen, lietrarischen, maritimen, rechtlichen. Einige Jahre lang – von 1992 bis 1998 – brachte Enrico Pelos ein regionales Organ heraus, “Columbus”. Zur Zeit betreuen Giovanni Tucci und Francesca Oddone die Herausgabe von "Il Bollettino Ligure". In Ligurien hat der Verband seinen Sitz in Genua (Piazza Colombo 3-16 / A, Tel./Fax: 593.056) und erfreut sich einer der grössten Zahlen an Übersetzern und Dolmetschern in Italien.

 

 

 

::: La lingua tedesca è parlata in Germania e in alcune comunità in Russia e in America :::

 

::: traduzione di: Dagmar Kaiser :::

 

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(notizie e articoli  pubblicati sul web il 8/6/2004, Enrico Pelos)